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1992/12/31 Mailbox-Führer '92
DIR Kommunikation mit Durchblick vom ersten Kontakt zur routinierten Anwendung
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Kommunikation mit Durchblick vom ersten Kontakt zur routinierten Anwendung

Immer mehr PC-Besitzer nutzen ihr Gerät zur Datenkommunikation per Modem - auch im privaten Bereich. Abseits der offiziellen und behäbigen Teledienste der Post entwickelte sich nach amerikanischem Vorbild auch in Europa eine Kommunikationsszene von Mailboxbetreibern und -Usern, die denvielfältigsten Interessen Rechnung trägt.

Hauptteil des Buches bildet eine Darstellung von 150 Mailboxen in Deutschland - wobei die 'neuen' Bundesländer sichtlich noch weiße Flecken auf der Landkarte sind.

Die Einführung zur DFÜ ist knappest bemessen und wird den Interessen eines Neueinsteigers sicher nicht gerecht. So sind die ersten beiden Kapitel (über Akustikkoppler, Modems, Terminalprogramme, Telefonspartips, BTX und DATEX-P) nach wie vor nur ein besseres Vorwort. Wer Entscheidungshilfen fürHard- und Software sucht, ist mit einschlägigen Publikationen in Fachzeitschriften sicher besser bedient.

Ab Kapitel 3 wird es dann interessant: 150 Mailboxen werden alphabetisch mit Rufnummer, Übertragungsparametern, Standort, Betriebssystem, Zugangsbedingungen und allfälligen Kosten aufgelistet. Dazu folgt eine mehr oder weniger umfangreiche Beschreibung des Angebots, teils mit Sebstdarstellung derBox oder mit deren Hauptmenüs. Ein dagegen recht magerer Anhang mit Glossar, Beschreibung der V-24-Norm, einer nach Wählgebieten sortierten Liste der Boxen und der Befehlsübersicht eines Mailboxsystems (das bestenfalls Beispielcharakter hat) beschließt das Buch.

Der Wert solch einer Übersicht liegt zweifellos in der Ersparnis von jenen unzähligen Telefonstunden, die bloß der ersten Orientierung dienen. Mit Hilfe dieses Mailboxführers kann man sich wesentlich gezielter an interessante Bereiche wagen, ohne den Klingelbeutel der Post unnötig zu füllen. Wasgerade für Interessenten aus Österreich bei den Ferntarifen sehr ins Gewicht fällt.

Allerdings könnte man sich eine Aufmachung des Buches in Form eines Ringordners wünschen - was der jährlichen Aktualisierung weit besser Rechnung trägt und in der Nutzung auch praxisgerechter wäre. Auch eine gesonderte Beschreibung jenes halben Dutzends von gebräuchlichen Mailboxsystemen mit ihrerBedienung wäre hilfreich, da viele Boxen in regelmäßigem Datenaustausch stehen und über nahezu identische Systeme und Menüs verfügen (z.B. FIDO-Net, Zerberus). Ein kurzer Verweis auf diese Charakteristiken unter Angabe lokaler Besonderheiten würde bei der Beschreibung der einzelnen Boxen danndurchaus ausreichen.

Immerhin: die Buchkosten pro dargestellter Mailbox betragen etwa öS 1.50. Das entspricht ca. 10 Sekunden eines BRD-Ferngesprächs.

Hurth/Szigan, Mailbox-Führer '92, Verlag Markt & Technik München 1991 (erscheint jährlich), ISBN 3-87791-215-X, Paperback, 192 Seiten, DM 29.-/öS 226.-




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