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1991/12/31 Neue Technologien und betriebliche Mitbestimmung
DIR Die Diskussion neuer Produktionskonzepte hat dazu geführt, systemische Rationalisierung vor dem Hintergrund ihrer Risike...

Die Diskussion neuer Produktionskonzepte hat dazu geführt, systemische Rationalisierung vor dem Hintergrund ihrer Risiken für die betriebliche Interessenvertretung und die Arbeitnehmer zu thematisieren. Allerdings werden auch die Chancen für eine humanere Arbeitsgestaltung stärker in die Diskussioneinbezogen.

Die Problemsicht schwankt zwischen zwei Erwartungen: Zum einen wird die betriebliche Ebene zum Schlüsselproblem der Innovation mit entsprechend zunehmenden Einflußmöglichkeiten der Arbeitnehmervertreter. Zum anderen ist bekannt, daß das Betriebsverfassungsgesetz im Hinblick auf dieseEinflußmöglichkeiten der Arbeitnehmervertreter Defizite und Restriktionen aufweist.

Die vorliegende Studie befaßt sich mit der Frage, ob die Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes oder von Personalvertretungsgesetzen eine Steuerung technologischer Innovationen, insbesondere im Hinblick auf mehr Arbeitsqualität, erlauben.

Trotz der Einschätzung der betrieblichen Mitbestimmungsrechte als relativ flexibler Handlungsrahmen deuten die Ergebnisse auf die begrenzte Reichweite der bestehenden gesetzlichen Mitbestimmungsregelungen. Die Beeinflussung der Arbeitsqualität, insbesondere in Verbindung mit Anpassungsunterschiedenbei der Technikimplementation, ist eher marginal. Es gelingt jedoch, Folgen der Technikeinführung sozial abzufedern. Die Untersuchungsergebnisse zeigen an Fallbeispielen die Notwendigkeit realistischer arbeitspolitischer Perspektiven und der Verbesserung der rechtlichen und infrastrukturellenGrundlagen betrieblicher Beteiligung.

Klaus Bartölke, u.a., Neue Technologien und betriebliche Mitbestimmung, Westdeutscher Verlag Opladen 1991, ISBN 3-531-12255-X, 386 Seiten, DM 54.-




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