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1991/12/31 Künstliche Intelligenz
DIR In acht Beiträgen wird die Realsituation der Künstlichen Intelligenz dargestellt, fernab von irrealen Träumen fortschrit...

In acht Beiträgen wird die Realsituation der Künstlichen Intelligenz dargestellt, fernab von irrealen Träumen fortschrittsgläubiger Wissenschafter.

Die Autoren geben Antworten auf die Fragen: Wohin treibt die Forschung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz? Welche gesellschaftlichen Konsequenzen hat sie? Erzeugt die Künstliche Intelligenz ein "neues Bild vom Menschen"?

Die "Künstliche Intelligenz" ist ein unscharf abgegrenztes Teilgebiet der Informatik mit einem irreführenden, übersteigerte Erwartungen weckenden Namen. Heutige Maschinen und Systeme der Informatik sind hoffnungslos weit von Möglichkeiten entfernt, intelligentes menschliches Verhalten nachzubilden.Pragmatische Vertreter der Forschung über "Künstliche Intelligenz" richten ihre Forschungen auf spezielle Anwendungsgebiete aus.

In einem weiteren Beitrag wird Bezug genommen auf die zukunftsorientierten Aufgaben des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) in der BRD, von denen eine die Förderung des neuen Forschungsgebiets "Künstliche Intelligenz" als eine der weitreichenden Entwicklungen derInformationstechnik ist. Gleichzeitig gilt es, Chancen und Risiken dieser Technologie realistisch einzuschätzen. Das Zukunftskonzept Informationstechnik der deutschen Bundesregierung schließt beide Ansätze ein.

Ein anderer Beitrag behandelt das kognitive Schlachtfeld des Menschen. Erst wenn der Mensch gelernt hat zu rechnen, kann er auch eine Maschine bauen, die für ihn rechnet. Was Software leistet, hängt im wesentlichen davon ab, was die Entwickler verstehen und konstruktiv umsetzen können. Dies giltauch für die Künstliche Intelligenz. Die Zuverlässigkeit eines Gesamtsystems wird durch den Menschen und nicht durch die Maschine sichergestellt. Maschinen können nicht denken - sie sind bestenfalls berechnend. Aber ein wesentliches Moment von Kriegen ist ihre Unberechenbarkeit.

Der Trend der Computerisierung ist unaufhaltsam. Steuern wir auf eine totale Computerherrschaft zu? Ist die Computerokratie die wirksamste Variante der Herrschaft von Apparaten und Experten? Werden wir Hörige oder Sklaven unserer Computer? Wird die allseits beklagte Bürokratie erst durch denComputer vollends effizient?

Auf diese und andere Fragen erhält der Leser Antworten, die auch den historischen Bezug mitberücksichtigen und alle Bereiche der Künstlichen Intelligenz beleuchten. Ein kompaktes, hochinteressantes Buch.

Bernhard Irrgang/Jörg Klawitter, Künstliche Intelligenz, Wissenschaftliche VerlagsgesmbH. Stuttgart 1990, ISBN 3-8047-1122-7, 163 Seiten, DM 29.-




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