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1991/12/31 Tödliche Signale
DIR Die kriegerische Geschichte der Informationstechnik von der Antike bis zum Jahr 2000
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Die kriegerische Geschichte der Informationstechnik von der Antike bis zum Jahr 2000

Die modernen Waffensysteme werden immer zerstörerischer und unberechenbarer, kleiner, aber auch anfälliger. Moderne Waffensysteme sind nicht mehr denkbar ohne Einbettung in ein komplexes Nervensystem technischer Kommunikation. Von niemandem kontrolliert, arbeiten ständig zahllose Wissenschafter anihrer Perfektionierung. Doch die Mauern der Labors und Arsenale haben Löcher: Fast jede Neuentwicklung verbreitet sich in kurzer Zeit über die ganze Erde. Die Supermächte und andere Hochrüstungsländer haben längst ihr Monopol verloren. Die Rüstung, vor allem die Rüstungsforschung wendet sich gegensich selbst.

Zur Entwicklung wie zur Steuerung von Vernichtungswaffen bedarf es der Superrechner. Militärische Entscheidungsprozesse sind ohne informationstechnische Hilfe nicht mehr durchführbar. Die großen politischen Veränderungen am Ende der achtziger Jahre verleiten zu Fehleinschätzungen. DieRüstungsforschung, die anscheinend unkontrollierbare Verbreitung von Vernichtungswaffen gehen weiter.

Der Golfkrieg zeigte die enge Verbindung zwischen Informationstechnik und Rüstungswahn, deren erschreckende Geschichte in diesem Buch sachlich, jedoch sehr beklemmend dokumentiert wird. "Neu ist die verhängnisvolle List der Geschichte, daß jede heute verkaufte Höchstleistungswaffe morgen denVerkäufer selbst gefährdet." Sicherheitsdenken und ständig wachsende Abhängigkeit von den modernen Informations- und Kommunikationstechniken haben die modernen Industriegesellschaften in einem nie gekannten Maße anfällig und verwundbar gemacht.

Prof. Claus Eurich, Tödliche Signale, Luchterhand Verlag Frankfurt/Main 1991, ISBN 3-630-61968-1, 243 Seiten, DM 18,80




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