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1990/12/31 Grüne Alternative Liste Hamburg: Projekt Sozialhilfe Automation, Hamburg Armutsverwaltung per Computer.
DIR Die automationsgestützte Verwaltung plagt nicht nur in Österreich die Arbeitslosen. Auch in der BRD kämpfenArbeitsämter...

Die automationsgestützte Verwaltung plagt nicht nur in Österreich die Arbeitslosen. Auch in der BRD kämpfen Arbeitsämter mit Arbeitsüberlastung, zusätzliches Personal muß alle Jahre wieder eingestellt werden. Darum: Automatisation per Computer, ein(e) SachbearbeiterIn soll mit EDV mehr Fällebearbeiten können.

Hamburg bastelt nun im Rahmen einer groß angelegten Automatisation der Stadtverwaltung am Projekt Sozialhilfe-Automation, kurz und harmlos PROSA genannt. Die Grünalternative Liste Hamburgs hat dieses Projekt näher untersucht und viele Schwachstellen aufgedeckt: die unverbesserlichen Bürokratenbeharren auf großen Zentralrechnern, an die über 1.000 Terminals angeschlossen werden. Die Benutzerobfläche ist daher völlig veraltet, da die bedienerfreundliche Windows-Technik beim Zentralrechner zu lange Antwortzeiten bewirken würde.

Eine dezentrale Lösung wurde, so die Aussage des Buches, zugunsten der Firmen IBM und Siemens mit unseriösen Kostenrechnugen geopfert. Automatisierte Berechnungsvorgänge von Sozialhilfen rationaliseren den individuellen Bemessungsraum der SachbearbeiterInnen, Arbeitslose sollen direkt von ComputersGnaden leben. Datenschutz ist ein Fremdwort, sollen doch die zentral erfaßten Daten für Auswertungen, auch zusammen mit Daten aus anderen Verwaltungsbereichen den gläsernen Bürger schaffen.

Etwas moderater war die Verwaltung in Bremen, als sie PROSOZ, Programm zur Unterstützung der Sozialverwaltung, entwickelt hat. Immerhin wurden die betroffenen SachbearbeiterInnen in die Planung einbezogen, eine dezentrale Lösung mit benutzerinnenfreundlichen PC's gewählt und eine begleitende Aus-und Weiterbildung, die auch Themen wie Datenschutz, Verhältnis zum Bürger etc. umfaßte, eingeplant. Zwar bleiben prinzipielle Bedenken am EDV-Einsatz in der Sozialverwaltung bestehen, doch zeigt der Vergleich zwischen den zentralistischen Hamburgern und den dezentraler denkenden Bremern wieunterschiedlich vorhandene Gestaltungsspielräume genutzt werden.

Grüne Alternative Liste Hamburg: Projekt Sozialhilfe Automation, Hamburg, Armutsverwaltung per Computer;

Erhältlich bei: Grün-Alternative Liste, Bahrenfelder Straße 244, D-W-2000 Hamburg 50




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