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2002/07/15 e-commerce-Volumen liegt bei 0,5 Prozent
e-commerce Studie der Bank Austria bestätigt geringes e-commerce-Handels-Volumen - Schwerpunkt lag bei Büchern/Videos/CD's – Hohes Wachstumspotential bis 2006 prognostiziert - Selbst größte österreichische OnlineShops erreichen minimale Kundenfrequenz

Derzeit noch geringes e-commerce-Handelsvolumen

Laut volkswirtschaftlicher Abteilung der BankAustria / CA betrug der Online-Umsatz österreichischer Konsumenten im Jahr 2000 rund 180 MIO EUR, das entspricht rund 0,5% der Einzelhandelsumsätze.Österreich liegt im Europa-Vergleich im letzten Drittel, stellt die Studie weiters fest.

In erster Linie wurden Bücher, Videos, CD'S und Software gekauft

Hans G. Zeger: 'Dieses Ergebnis entspricht auch unseren Erfahrungen. Zu Bedenken ist, daß es sich dabei in einem großen Ausmaß um Test- und Probekäufe handelt. Aus Neugierde und auch aufgrund der laufenden Medienberichte machen immer mehr Menschen ein- bis zweimal Probeeinkäufe über das Internet. Gewählt werden dabei Güter, die leicht zuzustellen sind und in einer Preisklasse bis 100 EUR liegen, bei denen auch ein möglicher Totalverlust des eingesetzten Geldes leicht verschmerzt werden kann.'

Wesentlich ist jedoch, daß diese Marktsegment nicht wesentlich steigerungsfähig ist. Selbst eine überproportionale Ausweitung des Buch- und Software-Geschäfts wird zu keinen großen Verschiebungen bei den Vertriebswegen führen.


Für 2006 Handelsvolumen von 7% prognostiziert

Dieselbe BA/CA-Untersuchung prognostiziert für 2006 einen Umsatzanteil des Onlinegeschäfts am Gesamthandel von 7%.

Diese Prognose steht im Widerspruch zu anderen Analysen und auch zu den ARGEDATEN-interen Analysen und Schlussfolgerungen.

Hans G. Zeger: 'Der Marktanteil ist zu hoch, wenn das Onlinegeschäft im Buch/Musik-Segment hängen bleibt, er ist aber bei weitem zu nieder angesetzt, wenn es dem e-commerce-Segment gelingt, sich vom Kleinwarengeschäft zu lösen.'


Selbst die grössten österreichischen OnlineShops erreichen minimale Kundenfrequenz

Wie der Betreiber eines der bekanntesten und größten österreichischen Online-Shops bei einer Veranstaltung bekannt gab, erreicht sein komplettes Shoppingsystem eine Kundenfrequenz von 12.000 Bestellungen pro Monat.

Umgerechnet auf ein typisches Ladengeschäft bedeutet dies bei 6 offenen Tagen von 9 - 19 Uhr eine Kundenfrequenz von rund 50 Kunden pro Stunde.

Hans G. Zeger: 'Einzelhändler, wie Lebensmittel-, Sport- oder Musikgeschäfte, in Frequenzlagen, wie SCS oder innerstädtische Einkaufsstrassen, müßten bei derartig geringen Kundenzahlen wohl rasch verzweifeln. ... von den klassischen Warenhäusern, wie Gerngross, ganz zu schweigen.'

Tatsächlich laufen die e-commerce-Uhren derzeit noch völlig anders. Wer allein auf die Vertriebsschiene Online-Shops setzt, benötigt einen langen finanziellen Atem. Tatsächlich ist jedoch ein sauber organsierter Online-Shop eine technologische Visitenkarte, die die zukunftsorientierte Perspektive eines Unternehmens dokumentiert.

Darüber hinaus kann ein Onlineshop als relativ billiger Einstieg für internationale Geschäftstätigkeit genutzt werden.

Hans G. Zeger: 'Wir empfehlen daher Unternehmen, bei Onlineshops weniger auf den Umsatzeffekt zu achten, als auf die Möglichkeit, logistisches und internationales Knowhow zu sammeln. Die Aufwändungen der Online-Shops sollten daher eher unter der Kostenstellen 'Marketing' und 'Forschung', als unter 'Vertrieb' verbucht werden.'





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