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2013/06/21 Die Durchschnittsfalle. Gene - Talente - Chancen
Autor: Markus Hengstschläger
Hengstschlägers neues Buch geht mit der österreichischen Bildungspolitik hart ins Gericht. Es werde immer nur der Durchschnitt gefördert und nicht Individualität und der Mut zu den eigenen Talenten zu stehen.

Als Genetiker weiß Hengstschläger, dass die Leistungsvoraussetzungen jedes einzelnen in starkem Maße biologisch geprägt sind. Diese Leistungsvoraussetzungen sind Talente und Begabungen, die es zu entdecken gilt um sie dann durch gezieltes Üben in eine besondere Leistung - den Erfolg - zu verwandeln.

Die Frage heißt: was macht mein Kind anders, als die anderen? Was macht es besonders individuell? Nur so kann man Talente früh als entdecken, nur so hat man genügend Zeit zu üben, um später Spitzenleistungen zu erbringen.

Je vielfältiger die Möglichkeiten sind, die wir uns zugestehen und unseren Kindern anbieten, desto größer sind die Chancen, echte Begabungen zu entdecken. Und umso mehr Freude wir oder unsere Kinder an der Tätigkeit des Übens haben, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, damit auch erfolgreich zu werden.

Das österreichische Schulsystem fördert jedoch das komplette Gegenteil. Am Ende der Schule müssen alle das Gleiche können „Wenn in Österreich ein Kind mit vier Nicht Genügend und einem Sehr Gut nach Hause kommt, dann geben die Eltern, die Lehrer, die Politik dem Kind folgenden Rat: ‚Wo du ein Sehr Gut hast, machst du jetzt gar nichts mehr. Bist eh schon durch, da kannst du das Jahr mit wenig Aufwand zu Ende bringen. Da, wo du die vier Nicht Genügend hast, da heißt es jetzt lernen, büffeln, Nachhilfe rund um die Uhr.‘" Damit sei die Durchschnittsfalle vorprogrammiert, so Hengstschläger.

Hengstschläger betont, dass nicht die Schulnote sondern das Verstehen einer Sache das Zeil sein muss. Immer wieder weist er auf die Notwendigkeit einen Flow-Zustand zu erreichen hin, dass man sich in einer Aufgabe komplett vergisst.

Den Vorteil bei der Ausübung einer Sache in diesen Flow-Zustand zu gelangen, sieht der Autor nicht nur für unsere Kinder, und Schüler sondern auch für unsere Mitarbeiter. Nicht nur Kindern sondern auch Mitarbeitern, muss Mut gemacht werden, den alten Weg zu verlassen, denn nur wer bereit ist, das zu tun, kann einen neuen Weg gehen. Mit dieser Aussage geht Hengstschläger weit über die Bildungspolitik hinaus. Er richtet sich an unsere Wirtschaftspolitik und an Unternehmen.

Das größte und einzige Kapital, auf das sich verlässlich und nachhaltig bauen lässt, ist die Individualität des Humankapitals. „Jeder von uns hat besondere Talente. Es gibt niemanden, der keine hat." Die bildungsfernen Schichten müssen zur Bildung geführt werden - kompromisslos! Nicht, um den Durchschnitt zu heben. Sondern weil wir es uns nicht leisten können, auf diesen unglaublichen Schatz an individuellen Talenten zu verzichten! Ob besondere Eigenschaften von Vor- oder Nachteil sind, wird erst die Zukunft entscheiden.


Markus Hengstschläger. „Die Durchschnittsfalle. Gene - Talente - Chancen“. Salzburg 2012. 188 Seiten. 21,90 €. ISBN: 978-3-7110-0022-4. Ecowin: http://www.ecowin.at/Die_Durchschnittsfalle.414.0.html?&tx_jp...


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