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Jahrestagung betrieblicher Datenschutz 2018 - 2. Oktober 2018
Veränderungen. Auswirkungen. Erfahrungen
Bereits zum siebten Mal findet unsere jährliche Tagung zu aktuellen Fragen zum betrieblichen Datenschutz statt. Im Zentrum der Tagung stehen die ersten Erfahrungen mit der EU-Datenschutz-Grundverordnung. Schwerpunkte bilden die Auswirkungen auf Österreichs Datenverarbeiter, die Datenschutz-Folgenabschätzung und die umfassenden Dokumentations- und Nachweispflichten. Praxis-Fragen aus dem betrieblichen Alltag runden das Programm ab - http://seminar.e-monitoring.at/betrieb2018/

Umsetzung der DSGVO in Österreich
ao. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Jahnel, Universität Salzburg

Thema dieses Vortrags ist die Umsetzung der DSGVO in Österreich, zum Beispiel in den Bereichen Datenschutzderegulierung, § 1 DSG, Auskunftsausnahmen, Verwarnen statt Strafen usw) und die daraus resultierenden Rechtsunsicherheiten für österreichische Organisationen.

ao. Univ.-Prof. Dr. Dietmar Jahnel unterrichtet am Fachbereich Öffentliches Recht der Universität Salzburg mit den Forschungsschwerpunkten Datenschutzrecht und Rechtsinformatik. Er ist Vortragender des Universitätslehrgangs Informations- und Medienrecht an der Universität Wien und Autor bzw. Herausgeber zahlreicher Publikationen zu den Themen Rechtsinformatik und Datenschutzrecht: zuletzt "Kommentar zur DS-GVO" (2018, Jan-Sramek-Verlag).


Erste Erfahrungen mit der DSGVO aus der Sicht eines Telekommunikationsunternehmens
Dr. Natalie Segur-Cabanac, Hutchison Drei Austria GmbH

Frau Doktor Segur-Cabanac berichtet über die ersten Erfahrungen mit der DSGVO bei Hutchison Drei Austria GmbH. Mit welchen Herausforderungen wird man bei der Umsetzung der DSGVO und bei der ePrivacy Richtlinie konfrontiert.

Dr. Natalie Segur-Cabanac ist seit ca 15 Jahren in der Telekommunikationsbranche tätig. Sie war viele Jahre in der Rechtsabteilung und seit 2014 im Regulierungsbereich und dort für sämtliche Telekom Regulierungsagenden und Datenschutz zuständig. Seit 25. Mai ist sie auch DPO von Drei. Seit Juni 2016 hat sie bereits Umsetzungsprojekt für die DSGVO begleitet. Sie ist Vorständin der ISPA (Internet Service Providers Austria) und von privacyofficers.at (Verein österreichischer betrieblicher und behördlicher Datenschutzbeauftragter).


Welche Schadenersatzszenarien gibt es?
RA Dr. Lukas Feiler, SSCP, CIPP/E, Baker McKenzie

Die Schadenersatzmöglichkeiten (Art 82 "Haftung und Recht auf Schadenersatz") nach DSGVO wurden im Gegensatz zum DSG 2000 erheblich ausgeweitet. Drohen "schlampigen" Unternehmen dadurch mehr Gefahr als bei Verwaltungsstrafen bzw. Art 83 - Geldbußen? Welche Schadenersatzszenarien sind denkbar? Wie kann man sich davor schützen? Reicht eine unerwünschte Zusendung eines Spam-Mails für eine berechtigte Schadenersatzforderung aus?

Lukas Feiler ist Rechtsanwalt und Leiter des IP/IT-Teams bei Baker McKenzie in Wien. Zudem ist er Lehrbeauftragter für „European and International Privacy Law“ an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, für „IT-Compliance“ an der FH Wiener Neustadt sowie für „IT-Compliance und Information Security“ an der FH Burgenland. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen einschließlich des ersten österreichischen Kommentars zur DSGVO.


Von lästigen Dokumentationspflichten zum aktiven Datenschutzmanagement
Mag. Bernhard Krabina, KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung

Die DSGVO fordert von Organisationen umfassende Dokumentationspflichten. Mit dem Datencockpit gelingt es, diese zu erfüllen und damit ist auch die Grundlage für aktives Datenschutzmanagement geschaffen. Mit der Open-Source-Lösung kann es gelingen, ein umfassendes Wissensmanagementsystem zum Thema personenbezogene Daten in der Organisation aufzubauen. Damit kommen Sie von der (lästigen) Pflicht zur Kür.

Mag. Bernhard Krabina arbeitet im KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung als Teamkoordinator für Europäische Governance und Städtepolitik. Seine Themenschwerpunkte sind Wissensmanagement, E-Government, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Open Government. Er ist Mitbegründer der Open Knowledge Foundation Austria und der School of Data Austria und Lektor an der FH Campus Wien.


Datenschutz im Spannungsfeld von Privatsphäre und Öffentlichkeit
Prof. Dr. Thomas Wallentin, Kunz Schima Wallentin Rechtsanwälte GmbH

Begriffe wie öffentlich, Öffentlichkeit, finden sich in der DSGVO an 201, im DSG an 53 Stellen. Wie und in welcher Weise ist die "Öffentlichkeit" aber nun tatsächlich relevant im geltenden Datenschutzrecht?

Herr Professor Wallentin studierte an der Universität Wien Jus und an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) Handelswissenschaften. Er war bei verschiedenen Gerichten, einem großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen sowie als Universitätsassistent an der WU Wien tätig. Seit 1988 ist er selbständiger Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Wettbewerbs-, Immaterialgüterrecht und gewerblichen Rechtschutz, Datenschutzrecht und Sportrecht tätig. Er ist ausgebildeter Mediator und Collaborative Lawyer.


Umsetzung der Datenschutz-Folgenabschätzung bei Casinos Austria
Michael Mrak, Casinos Austria AG

Herr Mrak berichtet über die Erfahrungen bei der Umsetzung der Datenschutz-Folgenabschätzung bei Casinos Austria.

Michael Mrak ist Abteilungsleiter der Datenschutz- und Geldwäschereibekämpfung bei Casinos Austria und den Österreichischen Lotterien. Er leitete den Aufbau der Vernetzung aller IT-Systeme von Casinos Austria. Er ist Lektor an der Fachhochschule der Wirtschaft in Graz.


Privacy by Design
Dipl.-Inf. Ernst O. Wilhelm, GFT Technologies SE, Stuttgart

Ernst O. Wilhelm ist Chief Privacy Officer für GFT Technologies SE. Er implementierte das Datenschutz-Programm im Konzern und entwickelte eine Data Protection Policy, die die Grundlage für den konzernweiten Datenschutz bildet. Wilhelm beteiligt sich sowohl national als auch international in der Datenschutz-Community: Er ist unter anderem Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der italienischen Association of Data Protection Officers (ASSO DPO).


Welchen regulatorischen Beitrag kann die DSGVO bei autonomen Systemen leisten?
Univ.-Prof. (SFU) Dr. Konrad Lachmayer, Sigmund Freud Privatuniversität in Wien

Welche regulatorischen Herausforderungen des "automatisierten Fahrens" gibt es? Welche Rechte haben die Benutzer auf "ihre" Daten. (Art. 11 DSGVO). Welche erkennbaren Regelungsdefizite gibt es?

Univ.-Prof. (SFU) Dr. Konrad Lachmayer ist Professor für Öffentliches Recht, Europarecht und Grundlagen des Rechts an der Sigmund Freud PrivatUniversität (SFU) in Wien und Visiting Fellow der Durham Law School (UK).


Rechenschaftspflicht in der DSGVO - was Audits, Standards und Zertifizierung beitragen können.
Uwe Rühl, RUCON Management GmbH, Nürnberg

Durch die DSGVO bekommt die Rechenschaftspflicht im Datenschutz eine deutlich stärkere Bedeutung. Wie kann man die Nachweispflichten erfüllen? Standards, Audits und Zertifizierungen sind in diesem Zusammenhang deutlich besser und hilfreicher als ihr Ruf. Dieser Vortrag beleuchtet unterschiedliche Aspekte, stellt Ansätze aus der Praxis und Erfahrungswerte vor.

Uwe Rühl ist seit vielen Jahren unter anderem als Auditor für Informationssicherheit, Datenschutz, Business Continuity und Qualitätsmanagement weltweit unterwegs. Mit seinem Team schult, berät und auditiert er Unternehmen und Zertifizierungsstellen. Ehrenamtlich ist er in Normungsausschüssen, u.a. zu Datenschutzmanagementsystemen tätig.


Datenschutz und Cyber Security
MSc Peter Kleebauer, Grant Thornton Unitreu GmbH (angefragt)

Welche Anforderungen der Datensicherheit gemäß Art 32 DSGVO zum Business Continuity Management gibt es? Wie sieht es mit dem Aspekt des Art. 32 Abs 1 lit c aus? Dieser verlangt ergänzend, dass Verarbeitungen "die Fähigkeit [haben müssen], die Verfügbarkeit der personenbezogenen Daten und den Zugang zu ihnen bei einem physischen oder technischen Zwischenfall rasch wiederherzustellen".


Podiumsdiskussion:
Schafft Europa mit der DSGVO den Anschluss an die Informationsgesellschaft?

Hochkarätige Experten und Praktiker diskutieren zum Thema. Bietet die DSGVO für Europas Informationswirtschaft Chancen sich global als Gold-Standard des Datenschutzes zu positionieren oder ist die DSGVO bloß eine bürokratische Hürde? Welche technische Unterstützung kann bei der Umsetzung der DSGVO helfen?

Teilnehmer:
- Mag. Ing. Johannes Fiala, FWD GmbH
- Ulrike Hugl, Universität Innsbruck
- Mag. Christof Tschohl, Research Institute AG & Co KG (angefragt)
weitere Teilnehmer in Vorbereitung

Moderation: Dr. Hans G. Zeger, ARGE DATEN

Mag. Johannes Fiala ist seit vielen Jahren als Entwickler, Architekt und Berater tätig. Er ist Geschäftsführer der FWD GmbH und entwickelt Individual-Software für Privatunternehmen und öffentliche Institutionen. Im Bereich Datenschutz entwickelt er das Produkt Data Scanner für Datenbanken und Dateisysteme zur Suche und Auswertung von personenbezogenen Daten.

Dr. Ulrike Hugl arbeitet am Institut für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung der Universität Innsbruck. Davor war sie an der Universität St. Gallen und an der Portland State University tätig. Ihr Forschungs-Fokus liegt im Bereich Datenschutz, Informationssicherheit sowie Wirtschaftskriminalität und Industriespionage. Sie ist Gutachterin für diverse wissenschaftliche Journale und Autorin zahlreicher Publikationen.

Ing. Dr. Christof Tschohl ist Jurist und Nachrichtentechniker. Als wissenschaftlicher Leiter des Research Institute - Zentrum für digitale Menschenrechte forscht er zum Datenschutz. Zuletzt war er im Rahmen der Verfassungsklage gegen die Vorratsdatenspeicherung aktiv.

Hinweis!
Die Vorträge werden laufend aktualisiert, ergänzt und erweitert. Wir behalten uns Verschiebungen der Detailinhalte und Änderungen in der Gewichtung aus aktuellen Anlässen oder sonstigen wichtigen sachlichen Gründen ausdrücklich vor.


Zielgruppe
Diese Veranstaltung wendet sich an betriebliche Datenschutzbeauftragte, an Mitglieder der Geschäftsführung, an Mitarbeiter der Rechts- und Revisionsabteilungen und alle anderen mit Datenschutz befassten Personen. Kenntnisse der Grundlagen des Datenschutzrechts und Erfahrungen bei der Lösung von Datenschutzfragen sind von Vorteil.

Termin | Zeit | Ort
2. Oktober 2018 von 9:00 - 17:00 Uhr
Registrierung: 8:30 - 9:00 Uhr
NH Danube City, Wagramer Straße 21, 1220 Wien

Kosten | Konditionen
EUR 650,- + Ust - Der Unkostenbeitrag inkludiert Seminarunterlagen, Pausenbewirtung und Mittagessen.

Mitglieder der Vereinigungen "ARGE DATEN - Österreichische Gesellschaft für Datenschutz", "OCG - Österreichische Computergesellschaft" oder der "GDD - Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit" erhalten 10% Ermäßigung. Bitte geben Sie Ihre Mitgliedsnummer an.
Partnerrabatt: Ab zwei Teilnehmern erhalten Organisationen 10% Rabatt auf die gesamte Rechnungssumme (eine gemeinsame Anmeldung/Rechnung ist erforderlich).
(Mitglieder- und Partnerrabatt können gemeinsam genutzt werden)
Die Teilnahme am Seminar unterliegt den Bedingungen gemäß http://seminar.e-monitoring.at/agb_seminar.html

Betreuung
Für Fragen steht Ihnen das Team der ARGE Daten gern zur Verfügung (+43 (1) 53 20 944-11, info@argedaten.at).

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