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2004/02/05 Würmer und Spam - Immer mehr ungeeignete Vorschläge
'Magische' Spam-Lösungen existieren nicht - Puzzle- und Verrechnungslösungen funktionieren nicht - Spam- und Antiviren-Filter führen oft zu unzulässigen Eingriffen in Kommunikationsfreiheit - Formulargesteuerte Kommunikation wird Mailverkehr ablösen - Neue Rechnerarchitektur für Workstations notwendig

Gründe für die besonders massiven Störungen durch die letzten Würmer sind vielfältig:
- Verstärkte Abhängigkeit von elektronischer Kommunikation (bei gleichzeitigem Stillstand in der technischen Entwicklung)
- Rückstand in den Betriebssystem-Sicherheitsupdates (zu viele pro Woche, zu große Dateien, neue Fehlerquellen)
- Das Erzeugen von Würmern setzt keine IT-Kenntnisse voraus, das Aufspüren jedoch schon (es existieren Wurm-Toolkits)
- Filterverwaltung ist zu kompliziert und produziert widersprüchliche Ergebnisse und schliessen auch erwünschte Zusendungen aus

Tatsächlich ist jedoch noch mit einem wesentlich stärken Ansteigen des Störungspotentials zu rechnen. Während immer mehr Mail-Benutzer unter einer Spam-/Wurm-Flut ersticken, mehren sich die (ungeeigneten)Vorschläge zur Eindämmung.

Am Vorabend zum letzten, massiv störenden Wurm kamen durch den Geschäftsführer eines weit verbreiteten Betriebssystems neue skurile Vorschläge. Unerwünschte Mails sollten gegen Verrechnung eines Entgelts und durch lösen eines Puzzles unterbunden werden. Schon vor zwei Jahren tauchte der Vorschlag auf, zu jedem Mail ein Heiku (dreizeiliges aus 17 Silben bestehendes japanisches Gedicht) anzuhängen und dadurch Mail + Absendeadresse urheberrechtlich zu schützen.

Keiner dieser Vorschläge zeigte sich als praxistauglich. Auch der Einsatz von Anti-Viren/Wurm-Filtern, der heute als 'Stand der Technik' gilt, ist zur Eindämmung der Spam-/Wurm-Flut ungeeignet.

Abgesehen davon, dass eine Fülle ungeeigneter Anti-Viren-Programme existieren, helfen sie nur im nachhinein, wenn ein Wurm schon eine bestimmte Verbreitung erreicht hat. Auch die Pflege und das Update (selbst wenn es automatisch erfolgt) dieser Programme verursachen zusätzliche Kosten und Zeit. Der Konsument hat oft nur die Alternative Zeit für das Löschen unerwünschter Mails zu verbrauchen oder für Update und Konfiguration der Sperr-Filter.


Formularsteuerung im Vormarsch

Immer mehr Unternehmen wechseln daher zur formulargesteuerten Kommunikation. Statt einer e-mailadresse wird Online ein Formular angeboten. Anfragen, Bestellungen, Auskünfte werden über Web-Formulare erledigt. Diese haben den Vorteil, dass sie relativ leicht gegen automatische Nutzung abgesichert werden können und durch individuelle Filter eine Vorselektion durchführen und unerwünschte Mails schon bei der Entstehung verhindern.

Für Privatpersonen ist die Formularsteuerung nachteilig(er), da diese meist nicht die Möglichkeit haben, Nachrichteneingang über ein Online-Formular zu strukturieren und auch die informelle Kommunikation zu Behörden und Unternehmen wird eingeschränkt.


Zukunftsperspektive

Die Formularsteuerung wird nicht ausreichen, soll der freie e-mail-Verkehr überhaupt weiter bestehen blieben, werden neue Betriebssysteme notwendig sein, die auf Grund ihrer Architektur resistent gegen unerwünschte Mails sind und keine 'aufgeklebten' Antivirenprogramme benötigen. Weiters wird der Mailverkehr ohne automatisierte Weitergabe der Absendedaten zu organisieren sein. Gelingt das nicht, ist in 2-3 Jahren mit dem Ende des offenen Mail-Standards zu rechnen.




Archiv --> Darf ein Provider Mails die Viren enthalten unterdrücken?
andere --> http://www.ikarus-software.at/portal/index.php
andere --> http://www.antivir.de
andere --> http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=211073

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